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Foto: Portrait afghanische Frau
Foto: Afghanische Frau beim Kochen

Ansprechpartner/-innen

Sarghuna Nashir-Steck
Rateb Azimi
Masuod Farhatyar
Irena Nazari

Hilfe für Nomaden

Die DAI hat sich seit ihrer Gründung immer in besonderer Weise um Nomaden und Halbnomaden gekümmert. Schon die erste und zweite Nothilfe führte auch in ihr Gebiet, vor allem im Großraum Herat. Schnell wurde deutlich, dass hier eine große Gruppe von Menschen, die genauso unter Krieg und Bürgerkrieg gelitten hatten wie die Afghanen in den Städten, im Schatten der Hilfe und Entwicklung blieb. Gerade aber Nomaden gewinnen dem kargen Land auch dort noch ihren Lebensunterhalt ab, wo die übliche Landwirtschaft nicht mehr möglich ist. Nomaden hängen stärker als andere von den Wechselfällen des Klimas ab, leiden mehr als andere unter Dürre im Sommer und extremer Kälte im Winter, weil nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Existenzgrundlage, die Tiere, besonders gefährdet sind.

 

Die Lebensweise der Nomaden und Halbnomaden trägt für uns Europäer romantische und abenteuerliche Züge. In Wahrheit ist es ein hartes und entbehrungsreiches Leben, das sich oft auf das Nötigste beschränken muss. Und extreme Schnee- und Kälteverhältnisse oder jahrelange Dürren bringen die Menschen schnell in Existenznot. Ein typisches Beispiel : Nach einer riesigen Frühjahrsflut 2010 gerieten die Halbnomaden von Obeh in absolute Existenzgefährdung,  als nicht nur ihr Vieh vernichtet, sondern auch ihre Häuser weitgehend zerstört waren und ihnen kaum mehr als das Leben geblieben war.

 

Eine Reihe von Projekten der DAI war daher auf Nomaden ausgerichtet. In Adraskan, Solmabad, Gharati, Schotordaran wurden Schulen gebaut, in Mehrabad eine Gesundheitsstation. Schon die erste und zweite. Nothilfe fand teilweise in Nomadengebieten statt, die beiden letzten Nothilfen, die durch den strengen Winter 2008 notwendig geworden waren, waren hier konzentriert, ausnahmsweise auch einmal im Großraum Kunduz. Die Nothilfe für die Bewohner von Obehist das jüngste Beispiel.

Einige Sonderprojekte seien hier besonders herausgegriffen.


 

 

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