Über uns
Deutsche und Afghanen helfen gemeinsam
Ausgangssituation
Im Oktober 2001 hatte Afghanistan 23 Jahre lang Fremdherrschaft, Krieg, Bürgerkrieg und die brutale Herrschaft der Taliban durchlitten. Millionen Menschen waren geflohen, verstümmelt, geschändet, verhungert, getötet. Nach Jahren der Dürre stand ein eisiger Winter bevor. Als die US-Amerikaner das Land von den Taliban befreien wollen, fallen wieder Bomben, fliehen wieder Hunderttausende.
Die DAI
Die Deutsch-Afghanische Initiative, inzwischen längst ein eingeschriebener
gemeinnütziger Verein mit einem kleinen Büro in Freiburg, ist
aus einer Gruppe aktiver Menschen hervorgegangen, die sich damals erstmals
trafen, um gemeinsam humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge
in Afghanistan zu leisten. Aus Nothilfeaktionen, die
von Deutschen und in Deutschland lebenden Afghanen aus Freiburg und Umgebung
organisiert und durchgeführt wurden, entwickelten sich Projekte
des Wiederaufbaus und der Selbsthilfe.
Die Vereinsmitglieder sind ehrenamtlich tätig; auch die Fahrten
nach Afghanistan werden zumeist aus eigener Tasche bezahlt. Die Projekte
werden aus Spendengeldern und mit Hilfe von Caritas international und
anderen Trägern finanziert.
Unsere Aufgaben und Ziele heute
Inzwischen scheint das Überleben der Menschen in Afghanistan, wenn
auch auf niedrigem Niveau, weitgehend gesichert. Das zerstörte Land
muss nunmehr wieder aufgebaut werden, die Menschen brauchen eine Perspektive.
Bildung, vor allem auch für Mädchen, ist die Grundlage für
eine erfolgreiche Zukunft.
Also bauen und renovieren wir Schulen.
Eine Zukunftsperspektive haben nur Jungen und Mädchen, die nicht arbeiten müssen, um zum Unterhalt der Familie beizutragen.
Also begründen wir Patenschaften für Schülerinnen und Schüler.
Die Erwerbsstruktur in ländlichen Gegenden ist schlecht, die Landflucht deshalb groß. Mangelnde Infrastruktur und fehlende Information kennzeichnen die Lebensverhältnisse der afghanischen Bevölkerung.
Also fördern wir die Dorfentwicklung und schaffen Arbeitsplätze auf dem Land. Wir zeigen neue Wege über Solarenergie und Windkraft.
Frauen sind die am schlimmsten betroffenen Opfer der letzen 25 Jahre.
Also gründen wir Frauenzentren, vor allem für Witwen und
versuchen durch besonders für Frauen bestimmte Projekte, deren Stellung
in der afghanischen Gesellschaft zu stärken.