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Auf einen Blick

Foto: Neuer Eingangsbereich der Schule

Ort

Solmabad, ca. 75 km südlich von Herat
 

Status

Bau abgeschlossen
 

Ansprechpartner

Masoud Farhatyar & Jörg Luthardt

Schule Solmabad

Die Schule in Solmabad (Provinz Adreskan) wurde im September 2006 fertiggestellt. Der Schulbau mit acht Klassenräumen ist wie die Schule in Gebrail nach Plänen des Architekten Thomas Schindler gebaut worden. Die Projekte in der Provinz Adreskan (150 km südlich von Herat) fördern wie die in Obeh und Shotodaran (100 km östlich von Herat) hauptsächlich Nomaden und Halbnomaden, eine sehr alte, bedrohte und an die Natur angepasste Lebensform des Menschen.

 

Afghanistan wäre ein Land für Abenteuerurlaub. Hohe, weitgehend unerschlossene Gebirgsregionen, traumhaft schöne Wüstengebiete, Nomaden mit ihren Tieren, schwarze Zelte, bunt gekleidete Frauen, manchmal reich geschmückt. Eine alte und urtümlich anmutende Welt!

 

Leider ist die Lebenswirklichkeit der Menschen anders. Hart, unromantisch. Eine Natur, die den Menschen äußersten Einsatz abfordert, verminte Landschaften, schlechte Infrastruktur, Not am Rande des Existenzminimums überall. Schlechte Ausbildung, Unkenntnis. Dazu noch immer alle Arten von Kriegsfolgen. Und oft noch Unsicherheit, wie es weiter gehen wird.

 

Das Dorf Solmabad ist nur auf einer Schotterpiste und nach Furten eines Flusses (nur bei Niedrigwasser möglich!) erreichbar. Beidseits des Flusses liegen 14 weitere Dörfer, teilweise 2 Stunden Fußmarsch von Solmabad entfernt. Keine Brücke. Mit halbnomadischer Lebensweise finden die Menschen ihr karges Auskommen. Schule wird in einer winzigen Moschee gehalten. Ein Schulbau war dringend erforderlich.

 

In Absprache mit Bevölkerung, Provinzgouverneur und Schulbehörde, die die Lehrer zu stellen bereit ist, wurde ein Schulstandort von 8'000 qm gefunden. Die Bevölkerung verpflichtete sich, zur Eingrenzung des Grundstücks eine Mauer zu bauen. Viele Hindernisse erschwerten den Bau. Doch trotz aller Widrigkeiten der pünktlich zum Schuljahresbeginn 2006 konnte endlich die neue achtklassige Schule eingeweiht werden. Die Freiburger Patenschule, die Emil-Gött-Schule in Fr-Zähringen, sorgt durch ihre Spenden für Hefte, Schulranzen und Sitzmatten in den Klassenräumen.

 

In der gegenwärtigen unsicheren Lage ist die Schule in der Wüste nur noch sehr schwer erreichbar. Trotzdem schaffen es unsere Mitarbeiter noch immer, der Schule Hefte und Materialien zukommen zu lassen, gelegentlich auch mit Schuhen zu helfen.
 

 

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