Direkt zum Inhalt der Seite


Auf einen Blick

Foto: Zerstörtes altes Schulgebäude
Foto: Neue Schulgebäude in Laghmani

Ort

Laghmani, ca. 70 km nördlich von Kabul
 

Status

Bau abgeschlossen,
Schulpatenschaft läuft
 

Ansprechpartner

Naser Nazari, Peter Adler

Partner-Schule

Montessori-Zentrum
Angell Freiburg


Weitere Info

www.caritas-
international.de


DAI aktuell
Laghmani-Schule

(Pdf, 531 kb)
Download

 





Neubau Schule Laghmani

Im April 2004 bezogen über 2.000 Schülerinnen und Schüler des Dorfes Laghmani bei Charikar (Provinz Parvan) ihre neue Schule. Zwei prächtige Gebäude, jedes mit 16 Klassenzimmern und 2 Nebenräumen, stehen an dem Platz, wo noch zwei Jahre zuvor nur Zelte und Unterstände aus Zweigen inmitten verminten Gebietes notdürftig Unterricht ermöglicht hatten. 2008 kam ein weiteres Gebäude hinzu, das nötig geworden ist, weil ab dem Schuljahr 2009 auch die Mädchen bis zum Abitur geführt wurden. Ein weiteres kleines Gebäude wurde vn einer anderen NGO für die Mädchenoberstufe errichtet.

Impressionen - Neubau Laghmanischule
Zur Bildergalerie (11 Bilder)

Die schnelle Änderung der Verhältnisse ist ganz wesentlich dem Montessori Zentrum Angell in Freiburg und seinen tatkräftigen und engagierten SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen zu verdanken und natürlich besonders dem unermüdlichen Einsatz der Schulleiterin Frau Klute-Wetterauer. Frau Herfort und ihre Nachfolger Frau Schröder-Laube und Herrn Beer haben bis heute immer wieder Schüler für die tatkräftige Hilfe begeistert.

Die frühere Laghmani-Schule war ein Trümmerhaufen. Die Mädchen, die jetzt wieder oder erstmals die Schule besuchen durften, wurden in einer Ruine und im Garten eines Privathauses unterrichtet, die Jungen hockten in selbst gebauten Unterständen, die man gegen Sonne und Wind errichtet hatte, oder in Zelten. Auf drei Seiten des Schulgeländes lagen die rotweißen Steine, die das verminte Land abgrenzten.


Das Übrige ist eine Erfolgsgeschichte. Die Minen wurden geräumt, ein Architekt wurde gewonnen, Pläne wurden erstellt. Doch die Schule wurde durch die Rückkehr von Flüchtlingen viel größer als ursprünglich gedacht. Die Zahl der erstmals angemeldeten Mädchen überstieg alle Erwartungen. Aus einem ursprünglich kleinen Projekt wurde ein großes, das nur mit Hilfe der unglaublich tatkräftigen Hilfe der Patenschule Angell bewältigt werden konnte. Mehr als ein Zehntel der Baukosten wurden so von einer einzigen Schule aufgebracht. Eine bewundernswerte Leistung!


Als Partner wurde die französische Hilfsorganisation GERES gewonnen, die für einen allgemein bewunderten Bau sorgte. Beide Schulgebäude wurden in Passivenergiebauweise errichtet. Durch spezielle Maßnahmen wurde erreicht, dass die Dämmung so gut ist, dass im Winter die Innentemperatur 7 Grad höher ist als draußen, im Sommer aber 7 Grad niedriger. Man muss wissen: afghanische Schulen haben keine Heizung, keinen Strom.

 

Ein Brunnen wurde gebohrt, geflieste Toiletten gebaut, ein Sportplatz angelegt Das Konzept zur Einrichtung einer IT-Klasse für Mädchen und Jungen ist in Planung. Eine Realisierung des Projekts ist durch eine Stromleitung in der Nähe in greifbare Nähe gerückt, eine erste Lehrerausbildung hat stattgefunden.

 

Stundentafel für die Abschlussklasse 12

Dari : 4h

Paschtu : 2h

Englisch : 4h

Mathematik : 3h

Geometrie : 1h

Logik : 2h

Biologie : 3h

Chemie : 3h

Physik : 3h

Erdkunde : 3h

Geschichte : 2h

Sport : 1h

Religion : 2h

 

Bildende Kunst wird nur bis Klasse 6 unterrichtet. In einigen Klassenstufen gibt es Arabisch, Koran, Koranübersetzung, Gesundheitslehre und Landwirtschaftslehre.
 

 

© Deutsch-Afghanische Initiative           Impressum
Unterstützt von:   Lekkerwerken – Design & Medienkommunikation   &   Alex Wenz _ Digitale Medien