Projekte
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Peter Adler
Schulprojekte
Ohne Bildung hat ein Land keine Chance auf Entwicklung. Ohne Bildung
würden weder politisches Bewusstsein noch Verständnis für
Erfordernisse der Hygiene entstehen. Ohne Bildung wird sich die Situation
von Frauen nicht ändern.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist also der Neubau von Schulen oder
die Renovierung im Krieg zerstörter oder verfallener Schulgebäude sowie
die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen. Bei allen Projekten legen wir größten
Wert darauf, dass auch Mädchen die Schule besuchen.
Überall ist es zunächst wichtig, für die Schüler und Schülerinnen
eine menschenwürdige Schule zu bauen, sie herauszubringen aus den Zelten,
Notunterkünften, Ruinen, die als Unterrichtsstätten dienen, in denen
sie Sonne, Wind und Staub ausgesetzt sind. Die Klassenräume werden zu klein
und die Schülerzahl zu groß bleiben. Aber es gibt Bänke – häufig
im Ort durch die Handwerker gefertigt -, Tafeln, da und dort auch ein paar Unterrichtsmaterialien.
Wir versuchen, für Trinkwasser und einfache Toiletten zu sorgen.
In einem zweiten Schritt wird die Verbesserung der Materialien erfolgen,
soll vielleicht Lehrerfortbildung ermöglicht werden, vielleicht auch eine Anbindung
beruflicher Ausbildung geschaffen werden.
Schulpatenschaften ermöglichen eine anhaltende Unterstützung
der Schulen. Patenschaften für einzelne Kinder versetzen viele Familien überhaupt
erst in die Lage, ihre Kinder in die Schule zu schicken und auf ihre
Mitarbeit beim Broterwerb zu verzichten.
Schwerpunkte unserer Arbeit sind der Großraum Herat einerseits (Schaidai,
Gebrail, Solmabad, Adreskan, Schotordaran und hoffentlich bald auch Schulen
um Oweh und Chicht, wo Nomaden zu den am meisten benachteiligten Gruppen
der Gesellschaft zählen) und das Gebiet der Schomali-Ebene (Laghmani,
Balaghel, Meanshah, Faqir Haider, Gulbahar).