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Foto: Landschaft

Winterhilfe 2008

Die Zeiten der Nothilfen seien vorbei, hatten wir gemeint. Der Winter 2008 belehrte uns eines Anderen. Starke Schneefälle in ganz Afghanistan und überaus große Kälte mit Temperaturen unter 20 ° führten sehr schnell in schwer erreichbaren Regionen des Landes zu angespannten und kritischen Situationen. Viele Siedlungen und Dörfer im Gebirge oder in wüstenartigen Gebieten waren nicht mehr erreichbar und konnten nicht versorgt werden. Die Tiere der Nomaden verhungerten aus Mangel an Futter, Menschen erfroren. Vor allem Kinder waren gefährdet. Rateb Azimi, unser Repräsentant in Afghanistan, bat dringend um Hilfe.

Impressionen - Winternothilfe 2008
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Die DAI bewilligte Geld für eine Winternothilfe zur Anschaffung von Lebensmitteln, die inzwischen stark im Preis gestiegen waren, und von Brennmaterial. Versorgt wurden zunächst alle Angehörigen der von uns betreuten Schulen.

 

Da diese Hilfe aber nur relativ wenigen zugute kam, stellten wir bei Caritas international einen Antrag auf Bewilligung einer Nothilfe für Nomaden und Bergbewohner, der erfreulicherweise im Umfang von 50000€ bewilligt wurde. In einer umfangreichen und logistisch teilweise sehr schwierigen Aktion konnten in Zusammenarbeit mit der NGO HELP über 2900 Familien, schätzungsweise 23000 Menschen in größter Not geholfen werden, wovon etwa 11% auf Caritas int. bzw. DAI entfielen. In eigener Regie wurde weiteren 518 Familien, also etwa 4100-4200 Menschen geholfen. Die zugeteilten Portionen waren so bemessen, dass sie je nach Familiengröße ein bis zwei Monate das Überleben ermöglichten.

 

Im Großraum Kabul schloss sich eine weitere umfangreiche Hilfsaktion an, die durch großzügige Spenden in Freiburg möglich geworden war. Sogar das afghanische Fernsehen berichtete.


 

 

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