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Nothilfen

Am Jahresende 2001 herrschte in Teilen Afghanistans noch  Krieg. Die Zahl der Flüchtlinge, die von Iran und Pakistan nicht mehr aufgenommen wurden, stieg gewaltig. Nach vier Jahren der Dürre stand auch noch ein sehr kalter Winter bevor. Soforthilfe war die dringlichste Notwendigkeit.

Impressionen - Nothilfen
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Der Appell der  Deutschen und Afghanen in Freiburg, die später die DAI gründeten, an die Öffentlichkeit, warme Sachen, Schuhe, Decken zu spenden, brachte einen Riesenerfolg. Zahlreiche Initiativen von Schulen und Vereinen entstanden, viele Privatleute, aber auch die Stadt Freiburg und der Gemeinderat unterstützten uns. Der Humanitäre Afghanische Verein und der Deutsch-Afghanische Ärzteverein waren aktiv, um möglichst viele Hilfsgüter nach Herat schicken zu können. Dorthin konnte man verhältnismäßig ungefährdet über den Iran gelangen.

 

Im Dezember 2001 schickten wir erstmals fünf Lastwagen mit gespendeter warmer Kleidung, Schuhen, Decken und anderen Hilfsgütern nach Herat in Westafghanistan. Mit Hilfe von Caritas international kauften wir über 100 Tonnen Lebensmittel im Iran. Drei Mitglieder unserer Gruppe verteilten die Güter in kleinen Flüchtlingslagern und in der abgelegenen Bergprovinz Badghis, in die große Organisationen noch nicht vorgedrungen waren. Zehntausenden wurde so das Überstehen des Winters ermöglicht.

 

Wenige Monate später brachten wir unsere zweite Nothilfe in die Nomadenregion um Adreskan südlich von Herat. Auch hier war Überlebenshilfe dringend erforderlich, da die Nomaden und Halbnomaden dieser Bergregion durch Krieg und die anhaltende Dürre oft ihr Vieh und jede Anbaumöglichkeit eingebüßt hatten. Wieder hatte Caritas international ermöglicht, mehr als 230 t Lebensmittel in Mashad/Iran zu kaufen und in einem sorgsam ausgeklügelten System zu verteilen.

 

Im Sommer 2002 verteilten wir, erneut mit Hilfe von Caritas international, 420 t Lebensmittel in abgelegenen Gebirgsregionen des Hazarajat westlich von Kabul. Hier erreichten wir mit den Hazara eine in Afghanistan besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppe weitab von den üblichen Hilfsströmen. Wie bei den vorigen Aktionen erwies sich die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und ihrer Vertretung, der Shura, als hilfreich, ja unerlässlich. Durch diese Kooperation konnten tatsächlich die wirklich Bedürftigen erreicht werden.
 

 

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