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Auf einen Blick

Foto: Schafe beim Grasen

Ort

u.a. Adreskan,
ca. 70 km südlich von Obeh, ca. 75 km östlich von Herat
 

Status

Projekt läuft
 

Ansprechpartnerinnen

Sarghuna Nashir-Steck & Rateb Azimi

Tiere für Nomadenwitwen

Das Projekt »Tiere für Nomadenwitwen« kommt der Minorität der Kuchi (Nomaden und Halbnomaden) zugute, die von den Taliban besonders stark verfolgt wurden. Die Kuchis sind arm und ihre gesundheitliche Versorgung ist völlig unzureichend. Von den Hilfsprogrammen der nationalen und internationalen Organisationen sind sie bislang kaum erreicht worden.

Impressionen - Tiere für Nomadenwitwen
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In Afghanistan leben etwa zweieinhalb Millionen Kuchi, die ihren Lebensunterhalt vor allem durch Tierhaltung in unzugänglichen und landwirtschaftlich sonst kaum nutzbaren Gebieten bestreiten. Nicht nur das Taliban- Regime, sondern auch eine vierjährige Trockenheit stellten die Kuchis in Afghanistan vor große Probleme. Viele Tiere waren verhungert oder hatten verkauft werden müssen. Auf der anderen Seite regnete es in den letzten Jahren sehr stark, was für die Kuchis Segen und Fluch zugleich war. Einerseits waren sie von Überflutungen besonders betroffen. Ihre Zelte und Haushaltsgegenstände haben stark unter dem Wasser gelitten. Da sie aber heute vor allem von Tierhaltung leben und nicht mehr wie früher auch vom Handel, bedeutete der Regen andererseits das Überleben der Tiere und ein Anwachsen der Herden. Große Herden aber sind eine Überlebensgarantie.

 

Da viele Männer im Krieg getötet wurden, sind Witwenfamilien auf sich gestellt. Normalerweise halten sich die Kuchifrauen bei den Zelten auf und erledigen hier die tägliche Arbeit. Im Unterschied zu Männern kann eine Frau sich nicht außerhalb ihrer Gemeinschaft eine Arbeit suchen. Man muss also für die Frauen eine ausreichende Lebensgrundlage in ihrem Lebensraum schaffen.

 

In einem ersten Schritt wurden im November 2006 in der Bergregion Adraskan, 70 km südlich der Stadt Herat, 34 Ziegen an Nomadenwitwen verteilt. In einem weiteren Schritt wurden im Sommer 2007 weitere 35 Ziegen und Schafe in der Provinz Obeh, ca. 75 km östlich der Stadt Herat verteilt. Die Auswahl der Familien erfolgte durch Rateb Azimi, den Repräsentanten der DAI in Afghanistan, in Absprache mit den jeweiligen Stammesoberhäuptern und einem Vertrauensmann vor Ort.

 

Das Projekt kann jederzeit erweitert werden und ist daher für Spenden dankbar. Ein Schaf oder eine Ziege kosten ca. 6.000 Afghani, das entspricht etwa 100 Euro.
 

 

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