Projekte
Ansprechpartnerinnen
Farsaneh Farathyar
Dietlinde Quack
Sarghuna Nashir-Steck
Frauenprojekte
Frauen und Mädchen hatten unter den Taliban keinen Zugang zu Bildung und Arbeit. Sie waren aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Die Jahre der Not und der Krieg haben viele Frauen traumatisiert. Viele haben ihre Männer verloren. In einer Männergesellschaft ist die Lage von Witwen besonders schwierig. Oft müssen ihre Kinder arbeiten, um die Familie zu ernähren. Schulbesuch ist dann nicht möglich.
Bildung und Ausbildung sind wesentliche Grundsteine für die Selbständigkeit
der Frauen, den Aufbau und die Entwicklung Afghanistans. Ausdruck
findet dies auch in dem bekannten Ausspruch „Bildest du einen Mann, so
hast du einen Menschen gebildet. Bildest du eine Frau, so hast du eine ganze
Familie gebildet“.
Unser Konzept der bislang gegründeten Frauenzentren in Laghmani (Schomali
Ebene nördlich von Kabul) und Shahrak (westlich von Herat)
ist daher, für Frauen- speziell für Witwen - Ausbildung, Bildung und
je nach Bedarf Gesundheitsaufklärung, sowie Kinderbetreuung und einen Mittagstisch
anzubieten.
Die Frauen können in angemieteten Räumen an Kursen in Nähen z.T.
auch in Sticken teilnehmen. Ziel ist es, dass die Frauen durch den Verkauf von
selbst hergestellten Produkten selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können
und unabhängig werden.
Zusätzlich finden Alphabetisierungskurse statt. Lesen und Schreiben sind
ein grundlegender Bestandteil stärkeren Selbstbewusstseins, persönlicher
Freiheit und demokratischen Verständnisses.
Die Aussichten sind ermutigend. Die Kurse werden begeistert angenommen.
Auch die Männer billigen und fördern die Frauenzentren und damit den
eingeleiteten Prozess, der am Ende zu größerer Selbständigkeit
der Frauen führen soll.