Studentinnen-Projekt

Heide 2015-03-10 Laila
Laila Hossaini betreut seit August 2013 das Projekt. Sie hat Literaturwissenschaft studiert, Examen gemacht und sie hätte eine Stelle an einer Schule bekommen. Doch sie zog es vor, für die DAI und das Projekt zu arbeiten. Nach eigenem Bekunden liebt sie ihre Arbeit und von Seiten der Studentinnen gibt es positive Berichte.

So schreibt die Studentin Marziya in einer Mail:
“I want to thank your representative Mrs. Laila Hossaini in Herat province that is a hard worker and a good person.”

Laila wird ab Nowruz (21. März), dem Beginn des neuen Studienjahres, 25 Studierende betreuen. Im Dezember 2014 machten fünf Studierende ihre Abschlussprüfungen, sie müssen nun in einem unsicheren Arbeitsmarkt auf Stellensuche gehen. Die Arbeitslosigkeit in Afghanistan ist sehr hoch, sowohl in den Großstädten als auch in den Provinzen.Heide 2015-03-10 Frauen 01
Drei unserer ehemaligen Studentinnen, die zum Studium nach Herat gekommen waren, sind zu ihren Familien in ihre Heimatprovinzen zurückgekehrt, um dort eine Arbeit zu finden. Dass eine Afghanin, unabhängig von ihrer Familie, landesweit eine Arbeit sucht, ist bis jetzt noch ausgeschlossen. Wir von der DAI sind bestrebt, den Studierenden möglichst gute Chancen sowohl für das Studium als auch für den Arbeitsmarkt zu geben. Wir organisieren Englisch- und Computerkurse in Kleingruppen.
Unsere Studentinnen kommen aus armen Familien. Es war einer der Gründungsgedanken des Projekts, die Bildungschancen begabter junger Frauen nicht am Mangel an finanziellen Ressourcen der Familien scheitern zu lassen. Eine der Aufgaben Lailas besteht darin, diese Studentinnen – und seit Neuem auch Studenten – an der Universität Herat zu finden. Es sind diese jungen Menschen, die in der Lage sein werden, den Aufbau ihres Landes voranzubringen!
Wegen der starken Inflation in Afghanistan erhöhen wir den monatlichen Betrag für die Studentinnen und Studenten von bisher 25 Euro auf nun 30 Euro monatlich. Die Unterstützunghilft, notwendige Bücher, die in der Bibliothek nicht vorhanden sind, zu kaufen und die Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel zur weit entfernten Universität zu bezahlen.
Das Projekt wird regelmäßig von Deutschland aus betreut. So reist Rateb Azimi, der Repräsentant der DAI in Afghanistan, im März 2015 nach Herat und im Mai 2015 die Mitarbeiterin Rebecca Schmid.
Das Projekt wird ganz aus Spenden finanziert. Willkommen sind Spenden für das Projekt insgesamt sowie Spenden von Patinnen und Paten für einzelne Studentinnen und Studenten.

Deutsch-Afghanische Initiative, Studentinnen und Studenten, IBAN: DE 44 6809 0000 0016 6584 05 BIC GENODE61FR1

Text: Heide Kässer, Leiterin des Projekts

Fotos: Laila Hossain

Heide Kaesser ( 2 ) am 16. März, 2015

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