Archiv: Januar 2013

Patenstudent Mohammad Amin Alizadah berichtet aus Herat, dass es dieses Jahr genügend Schnee gibt in Herat (Stadt). Der Grund für diese Freude liegt nicht nur im schönen Anblick, sondern darin, dass der Schnee in diesem trockenen und staubigen Land die Wasserreserve für die Landwirtschaft darstellt. Ohne Schneeschmelze im Frühjahr kann nur mittels Karesen (und Brunnen) bewässert werden. Diese traditionellen Bewässerungssysteme, die das Wasser aus den Bergen in unterirdischen Rohrleitungen herleiten, müssen aufgrund der Kriegszerstörungen vielerorts wieder restauriert werden. Viele Brunnen sind versiegt bzw. es muss immer tiefer nach Wasser gebohrt werden, da der Wasserspiegel weiter gesunken ist.

Mit dem ersten Schneefall endet das Studienjahr für Mohammad Amin Alizadah und beginnt erst im Jahr 2013 mit dem Neujahrsfest Nawroz am 21.März. Da in Afghanistan ein anderer Kalender gilt, ist dort jetzt das Jahr 1392.

Die Universitäten sind nicht geheizt, weshalb sie über den Winter geschlossen werden. In der Zwischenzeit sind die Studentinnen und Studenten im Wohnheim bzw. zu Hause und schreiben Hausarbeiten, arbeiten oder belegen Sprachkurse.

Sybilla Wadewitz am 11. Januar 2013 in Aus Afghanistan
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Im Oktober 2012 feierte die Lessing Realschule in Freiburg ihr 75-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch die Aktivitäten der Schule für ihre Patenschule in Afghanistan, die Balaghel Friedensschule, gewürdigt und für Spenden geworben. Durch diverse Schüleraktivitäten hatte die LRS 2012   6 Patenschaften für Halbwaisen aus der Balaghelschule übernehmen können. Auch jetzt gelang es wieder, genügend Interesse für das sozial motivierte Projekt der Schule zu gewinnen und das Geld für 4 Patenschaften zusammenzubringen. Hinzu kommen 2 weitere Patenschaften, die privat finanziert werden. – Die DAI dankt im Namen der afghanischen Kinder, die seit vielen Jahren gefördert werden können und denen auf diese Weise ein Schulbesuch ermöglicht wird. Die LRS hatte vor Jahren mit anderen Schulen zusammen den Bau eines Gebäudes der Balaghelschule ermöglicht. Ein so lange anhaltendes Engagement verdient höchste Anerkennung. Möglich ist es durch den unermüdlichen Einsatz mehrerer Lehrerinnen und Lehrer, vor allem von Herrn Grässlin, der von Anbeginn die Schüler immer wieder motiviert hat.

Am 29.11.2012 führte das Montessorizentrum Angell seinen alljährlichen Weihnachtsbasar durch. Im Vorfeld hatte unser Mitglied Peter Adler in einem Lichtbildervortrag einiges vor 4 Klassen über Afghanistan und die fast 10 Jahre zurückliegenden Anfänge der Laghmanischule und des Engagements der Angellschule beim Bau der Schule erzählt Allein 4 Klassen waren für ihre Patenschule in Laghmani im Einsatz, hatten ein hübsches kleines Café, ein einladendes Speiselokal gestaltet, hatten einen Flohmarkt eingerichtet, verkauften kleine Dinge für Weihnachten, darunter auch Stickquadrate aus dem Stickprojekt der DAI. Mahsoud Farhatyar hatte wie jedes Jahr eine Fülle von Gegenständen aus seinem Geschäft zur Verfügung gestellt.

Das Interesse der Besucher war groß, der Ertrag großartig. Von den 4 Klassen und vielen weiteren, die ebenfalls einen erheblichen Teil ihres Gewinns spendeten, kamen fast 1800 € zusammen. Die Kinder von Laghmani können sich freuen. 4 Kinderpatenschaften werden übernommen, eine beträchtliche Summe bleibt für Anschaffungen der Schule, der es vor allem an Sportgeräten und naturwissenschaftlichen Einrichtungen fehlt. Auch die Realisierung eines Computerraums kann wahrscheinlich dieses Jahr realisiert werden.

Der Dank der DAI und der Laghmanischule gebührt dem anhaltenden Einsatz der Schulgemeinschaft von Angell, vor allem der Schulleitung, ohne deren Unterstützung nichts möglich wäre, und Herrn Dr.Beer, der sich unermüdlich engagiert.

Peter Adler am 7. Januar 2013 in Neuigkeiten
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warm angezogen probieren die Lehrlinge noch Schuhe an

Warm angezogen probieren die Lehrlinge (mit beiger Jacke) noch Schuhe an

In Kabul ist der Winter mit -9°C wie immer kalt. Für die Lehrlinge der Schreinerei des Projektleiters Ahmad Shah Salehi und des Kooperationspartners AADO ist das sehr hart, da sie keine Winterkleidung besaßen und teilweise nicht arbeiten konnten mit klamm gefrorenen Fingern. Da sie aus besonders armen Familien stammen, war nicht genug Geld vorhanden, um ihnen warme Kleidung zu kaufen. Mit einer schnellen Aktion konnte ihnen geholfen werden. Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die uns ihr Geld anvertrauen. Die Schreinerei arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit jungen Menschen und hat seit Gründung 30 Jungen mit einer Schreinereiausbildung eine berufliche Perspektive geboten.

Komplette Winterbekleidung für alle Lehrlinge der Schreinerei Kabul

Komplette Winterbekleidung für alle Lehrlinge der Schreinerei Kabul

Warm von Kopf bis Fuß dank Spendengelder

Warm von Kopf bis Fuß dank Spendengelder

Diese 9 Lehrlinge (Foto mitte) werden nach Abschluss ihrer Ausbildung genauso                        schnell eine bezahlte Arbeit finden wie ihre Vorgänger und nicht ins Heer der “Hoffnungslosen” fallen, die anfällig werden für Kriminalität und Drogen.

Sybilla Wadewitz am 5. Januar 2013 in Aus Afghanistan
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